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	<title>Franz Joseph &#187; U-Bahn</title>
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	<description>Privat. Politisch. Pikant.</description>
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		<title>Die ganze Nacht im Schacht. JA zur 24-Stunden-U-Bahn!</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 19:53:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Joseph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebensqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Für das Blog von wienwillswissen.at habe ich diesen Beitrag verfasst:
Kurz und knackig: Ja, ich möchte, dass die U-Bahn in Wien am Wochenende 24 Stunden lang in Betrieb ist. Die Stadt rühmt sich gerne mit dem Attribut der auffallend hohen Lebensqualität; und die möglichst weitreichende Beweglichkeit innerhalb unseres Lebensraums stellt hier einen maßgeblichen Bestandteil dar. Basta.
Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Ffranz-joseph.at%2F2010%2F01%2F20%2Fdie-ganze-nacht-im-schacht-ja-zur-24-stunden-u-bahn%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Ffranz-joseph.at%2F2010%2F01%2F20%2Fdie-ganze-nacht-im-schacht-ja-zur-24-stunden-u-bahn%2F" height="61" width="51" /></a></div><p><em>Für das <a href="http://www.wienwillswissen.at/blog/">Blog von wienwillswissen.at</a> habe ich <a href="http://www.wienwillswissen.at/blog/artikel/die-ganze-nacht-im-schacht-ja-zur-24-stunden-u-bahn/">diesen Beitrag</a> verfasst:</em></p>
<p>Kurz und knackig: Ja, ich möchte, dass die U-Bahn in Wien am Wochenende 24 Stunden lang in Betrieb ist. Die Stadt rühmt sich gerne mit dem Attribut der auffallend <a href="http://wien.orf.at/stories/358074/" target="_blank">hohen Lebensqualität</a>; und die möglichst weitreichende Beweglichkeit innerhalb unseres Lebensraums stellt hier einen maßgeblichen Bestandteil dar. Basta.</p>
<p>Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel kann gar nicht attraktiv genug sein. Es bildet gemeinsam mit dem FußgängerInnen- und RadfahrerInnenverkehr meines Erachtens das <strong>Kernstück der urbanen Mobilität</strong>. Beim motorisierten Individualverkehr denkt niemand darüber nach, ob er nur zu gewissen Zeiten seine gesamte Infrastruktur zu Verfügung gestellt bekommen soll. Von der Autobahn bis hin zum kleinen Gasserl wird alles fesch beleuchtet (was für andere größtenteils auch notwendig und gut ist), von Schnee befreit, sauber geputzt und fahrtauglich gehalten, damit nur ja jeder und jede zu allen Tages- und Nachtzeiten mit seinem bzw. ihrem Auto durch die Stadt düsen kann. Davon kann mensch halten, was mensch will. Aber der öffentliche Verkehr muss demgegenüber <strong>Vorrang </strong>haben. Immer. Daher auch die U-Bahn. Daher auch in der Nacht. Von mir aus zunächst an den Wochenenden; ein späteres Nachdenken über einen 24-Stunden-Betrieb an allen Tagen halte ich aber durchaus für möglich und sinnvoll.</p>
<p>Die in diesem Zusammenhang gerne konkurrenzhaft diskutierte Alternative stellen die bereits bestehenden <strong>Nachtbuslinien </strong>dar. Klar, diese müssen in angepasster Form erhalten bleiben, um auch Regionen der Stadt erschließen zu können, die über keinen unmittelbaren Zugang zur U-Bahn verfügen. Trotzdem hat die U-Bahn in Wien einen ganz anderen Stellenwert und eine viel umfassendere Funktion als die NightLine. Das U-Bahn-Netz ist den WienerInnen größtenteils vertraut. Es gehört zur Stadt, und es scheint gut verinnerlicht. Ich kenne viele Menschen, die die Nachtbuslinien meiden, da sie die Linienführung nicht kennen und sie keine Lust haben, sich diese für jede Abendgestaltung extra auszuchecken. Und schneller bin ich mit der U-Bahn auch; das am Rande.</p>
<p>Die letzte Alternative und nächste Konkurrenz zum Projekt: das <strong>Taxi</strong>. Mein Mitleid mit dem Taxiwesen hält sich in diesem Zusammenhang in Grenzen. Es könnte die neue Situation gut zum Anlass nehmen, um Erscheinungsbild und Funktion zu überdenken, und den UserInnen der Stadt ein attraktives Angebot machen. Aber: Taxi ist zusätzlich. Taxi darf nicht zur notwendigen Grundausstattung der nächtlichen Bewegung zählen.</p>
<p>Kann sein, dass zum ersten Vogelgezwitscher die U-Bahnen nicht gerade rappelvoll sein werden. Aber bitte: dass in der Saturday Night um zwei Uhr morgens in Wien keine U-Bahn fährt, lässt mich vermuten, dass bei mir daheim ein Vierteltelefon und ein Video2000-Rekorder auf mich warten. Mag charmant retro klingen, ist aber eben von gestern. Wenn andere Städte wie <a href="http://diepresse.com/home/panorama/wien/532568/index.do" target="_blank">Stockholm oder Hamburg</a> im Heute angekommen sind und mich dort die U-Bahn von der nächtlichen Wochenendsause nachhause bringen darf, dann ist es höchste Zeit, dass auch die österreichische Bundeshauptstadt hier entsprechend aufholt und in der Gegenwart ankommt.</p>
<p>Überlegenswert in jedem Fall: die <strong>Kosten</strong>. Natürlich entsteht finanzieller Aufwand bei Umstellung auf mehr Betrieb. Aber: Zum Einen schwanken die Angaben dazu (ursprünglich war von <a href="http://wien.orf.at/stories/415709/" target="_blank">einer Million Euro</a> die Rede, heute definieren die Wiener Linien die Kosten mit rund 5 Millionen). Und zum Anderen ist mir das schnurzegal. Nein, besser: es ist mir das einfach wert. Die Belebung des öffentlichen Raums, die kollektive Beweglichkeit bringen vielleicht keinen finanziellen Input (wobei ich mir da in meinem persönlichen Fall – Stichwort: Taxirechnungen – auch nicht so sicher bin), aber in jedem Fall lebensqualitativen Vorteil. Der muss bezahlbar sein.</p>
<p>Und: Mit dem Angebot wird sich in Folge natürlich auch die <strong>Nachfrage </strong>erhöhen. Die neue Mobilität  quer durch die nächtliche Stadt soll, kann, darf und wird Wien zusammenschweißen und beleben. Glauben Sie mir! Alles Weitere besprechen wir während einer U-Bahn-Fahrt an einem Samstag um drei Uhr früh. Demnächst in dieser Stadt.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/unbrauchbar/2046545489/">Foto via flickr</a> by <a href="http://www.flickr.com/photos/unbrauchbar/">stoffelus</a></p>
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