Ich kenne einige bis viele Wiener Grüne Abgeordnete und FunktionärInnen. Das gerne schmucke (und manchmal auch lästige) an diesen Parteimenschen ist, dass sie – im Gegensatz zu politischen MitbewerberInnen – nicht immer auf Biegen und Brechen eine Meinung kommunizieren, sondern auch interne Konfrontation und Diskussion zulassen.
Eine Sache gibt es aber, da kann ich mich auf die Grünen verlassen: Die Abgrenzung zur FPÖ. Egal ob Parade-Öko, Innenstadt-Bobo, jung oder alt, vom Fundi bis zum Realo: Niemand in der Grünpartei hat jemals auch nur ansatzweise durchklingen lassen, gemeinsam mit den rechtsrechten HetzerInnen koalieren zu wollen. Auf allen Ebenen, wohlgemerkt.
Das weiß natürlich auch die Wiener SPÖ. Trotzdem dürften die Stadt-Roten derzeit den Plan verfolgen, im Wochenrhythmus ständig den gleichen Mist aufzutischen, dass die Grünen eine Koalition mit Blau und Schwarz in Erwägung ziehen.
Als diese Welle vor einigen Wochen begonnen hat (ich habe darüber gebloggt), dachte ich an einen experimentellen Ausrutscher. Aber nein: die Rot-FunktionärInnen knallen in einem Fort nun ständig die gleichen Märchen in die Öffentlichkeit. Da bloggt der (von mir auch gerne geschätzte) Wiener SP-Abgeordnete Peko Bakant “Traurig aber wahr: Wiener Grüne schliessen Pakt mit dem HC Man“, da werden dümmliche Fotomontagen verbreitet und der Landesparteisekretär der Wiener SPÖ Christian Deutsch schreibt: “Was heckt die blau-schwarz-grüne Hinterzimmerkoalition alles aus?”
Ja, die Grünen haben schriftlich den Wunsch nach einem gerechten Wahlrecht in Wien formuliert. Die ÖVP auch. Und die FPÖ auch. Die SPÖ nicht. Und das einzige, das die MachthaberInnen in Wien aus dieser Verweigerung der Gerechtigkeit herausholen, ist die scheinbar bewusste Erfindung eines unmöglichen Koaltionsplans. Pfui!
Hier wünschte ich mir die eingangs beschriebene interne Diskussions- und Konfrontationskultur der Grünen bei der SPÖ. Oder traut sich niemand in dieser großen Partei das Maul aufzureissen und zu sagen: “Hey Leute, was wir da verzapfen, ist einfach Scheiße zum Quadrat!”
Foto via flickr by brtsergio (CC-Lizenz)


Ich erinnere an Werner Faymanns 5 Punkte Programm vor der NR-Wahl. Da war es für die SPÖ kein Problem, sich die Zustimmung der FPÖ zu sichern.
Die Abgrenzung zur FPÖ ist aber auch schon ziemlich alles was die Grünen zustande bringen.
Dummes grünes Öko Gesindel. Ihr seid mittlerweile genau so unerwünscht,wie eure Sozifreunde. Abgesehen davon sollte sich ein Verein mit Namen wie “Vassilakou,Korun,udgl” an deren Spitze,nicht mehr österreichische Partei schimpfen. Unglaubwürdiger geht es ja wohl kaum noch. Umso besser ist von daher die Tatsache,dass dieser Kasperlverein zukünftig in Österreich nicht mehr allzuviel mitzureden haben wird