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	<title>Kommentare zu: 10 Jahre Nazi-Salonfähigkeit. Danke, Schüssel!</title>
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	<description>Privat. Politisch. Pikant.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Sep 2010 12:26:45 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Gerald Bäck</title>
		<link>http://franz-joseph.at/2010/02/02/10-jahre-nazi-salonfahigkeit-danke-schuessel/#comment-9</link>
		<dc:creator>Gerald Bäck</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 23:40:34 +0000</pubDate>
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		<description>Viele Dinge, die Du beschreibst kann man schon so sehen, ich habe in meinem Blogposting auch versucht meine damaligen Beweggründe für eine solche Wende zu beschreiben. Dass am Ende alles schlechter ist/war als vorher hätte ich jedenfalls nicht angenommen. Trotzdem muss ich ein paar Deiner Bemerkungen widersprechen:

Die Proponenten der FPÖ im Jahr 2000 waren keine Nazis. So etwas verharmlost die Nazis nur und führt unter Umständen nur zu einer fälschlichen Solidarisierung der unwissenden WählerInnen mit den Nazis, wie zum Beispiel bei der Chefin der Anti-Moschee Inintiative. ich will hier die FPÖ keinesfalls schönreden, aber auch zwischen der thematischen Aurichtung der damaligen und der heutigen Strache-FPÖ liegen auch einige Kilometer.

Thomas Klestil hat sich schäbig verhalten. Sein Ego war immer viel zu groß für das Amt und er konnte es schlicht nicht verkraften, dass sich eine Koaliton gegen seinen Willen gebildet hatte. Seine Motive waren meiner Meinung nach rein persönlich und weniger politisch. SPÖ-Knecht war er wahrscheinlich nicht, da muss ich Dir recht geben.

Prinzipiell stehen wir hier vor dem Problem, dass sich eine Gruppe (Demonstranten, EU-14, etc) anmaßt oder sich verpflichtet sieht, einen demokratischen Vorgang in Zweifel zu ziehen. Das mag für Einzelfälle wie eine FPÖ-Regierungsbeteiligung, Herrn Berlusconi oder die Wahl von George Bush auch berechtigt sein, nur ist die Grenzziehung zur eigenen Illegitimität wie immer unmöglich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Dinge, die Du beschreibst kann man schon so sehen, ich habe in meinem Blogposting auch versucht meine damaligen Beweggründe für eine solche Wende zu beschreiben. Dass am Ende alles schlechter ist/war als vorher hätte ich jedenfalls nicht angenommen. Trotzdem muss ich ein paar Deiner Bemerkungen widersprechen:</p>
<p>Die Proponenten der FPÖ im Jahr 2000 waren keine Nazis. So etwas verharmlost die Nazis nur und führt unter Umständen nur zu einer fälschlichen Solidarisierung der unwissenden WählerInnen mit den Nazis, wie zum Beispiel bei der Chefin der Anti-Moschee Inintiative. ich will hier die FPÖ keinesfalls schönreden, aber auch zwischen der thematischen Aurichtung der damaligen und der heutigen Strache-FPÖ liegen auch einige Kilometer.</p>
<p>Thomas Klestil hat sich schäbig verhalten. Sein Ego war immer viel zu groß für das Amt und er konnte es schlicht nicht verkraften, dass sich eine Koaliton gegen seinen Willen gebildet hatte. Seine Motive waren meiner Meinung nach rein persönlich und weniger politisch. SPÖ-Knecht war er wahrscheinlich nicht, da muss ich Dir recht geben.</p>
<p>Prinzipiell stehen wir hier vor dem Problem, dass sich eine Gruppe (Demonstranten, EU-14, etc) anmaßt oder sich verpflichtet sieht, einen demokratischen Vorgang in Zweifel zu ziehen. Das mag für Einzelfälle wie eine FPÖ-Regierungsbeteiligung, Herrn Berlusconi oder die Wahl von George Bush auch berechtigt sein, nur ist die Grenzziehung zur eigenen Illegitimität wie immer unmöglich.</p>
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		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://franz-joseph.at/2010/02/02/10-jahre-nazi-salonfahigkeit-danke-schuessel/#comment-6</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 20:33:29 +0000</pubDate>
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		<description>1. Die FPÖ ist nicht Nationalsozialistisch. Die FPÖ dauernd mit dem Nationalsozialismus gleichzusetzen ist nicht nur faktisch falsch, sondern führt höchstens dazu, dass der Nationalsozialismus &quot;entwertet&quot; (also als nicht mehr ganz so schlimm empfunden) wird.

2. Die Idee, dass wenn man die FPÖ irgendwie aus der Regierung hält alles Gut wird ist offensichtlich vollkommen falsch. Die FPÖ gestaltete die österreichische Ausländerpolitik schon seit den 90er Jahren, in dem sie die ÖVP und SPÖ vor sich hertreibt.

3. Demokratie lebt vom Wechsel und es gibt zwei Systeme: Mehrheitswahlrecht und Verhältniswahlrecht. Der Nachteil vom Mehrheitswahlrecht ist, dass es dann nur zwei Parteien geben würde und das will man in Österreich offensichtlich nicht. Bleibt das Verhältniswahlrecht und dessen Nachteil ist, dass es extremistische Parteien gibt - und bei uns ist das halt die FPÖ. Und damit muss man sich abfinden.

Zu Punkt 3 noch eine Anmerkung: Das Mehrheitswahlrecht ist die einzige echte Chance auf die Zerstörung der FPÖ. Da die gesamte Linke in Österreich (meines Wissens) gegen ein Mehrheitswahlrecht ist, kann ich daraus nur schließen, dass es euch gefällt, ein paar Scheinkämpfe gegen die angeblichen Nazis zu führen.

Es ist halt so wie HMB sagt: Je länger die Nazis tot sind, desto stärker wird der Widerstand  gegen sie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>1. Die FPÖ ist nicht Nationalsozialistisch. Die FPÖ dauernd mit dem Nationalsozialismus gleichzusetzen ist nicht nur faktisch falsch, sondern führt höchstens dazu, dass der Nationalsozialismus &#8220;entwertet&#8221; (also als nicht mehr ganz so schlimm empfunden) wird.</p>
<p>2. Die Idee, dass wenn man die FPÖ irgendwie aus der Regierung hält alles Gut wird ist offensichtlich vollkommen falsch. Die FPÖ gestaltete die österreichische Ausländerpolitik schon seit den 90er Jahren, in dem sie die ÖVP und SPÖ vor sich hertreibt.</p>
<p>3. Demokratie lebt vom Wechsel und es gibt zwei Systeme: Mehrheitswahlrecht und Verhältniswahlrecht. Der Nachteil vom Mehrheitswahlrecht ist, dass es dann nur zwei Parteien geben würde und das will man in Österreich offensichtlich nicht. Bleibt das Verhältniswahlrecht und dessen Nachteil ist, dass es extremistische Parteien gibt &#8211; und bei uns ist das halt die FPÖ. Und damit muss man sich abfinden.</p>
<p>Zu Punkt 3 noch eine Anmerkung: Das Mehrheitswahlrecht ist die einzige echte Chance auf die Zerstörung der FPÖ. Da die gesamte Linke in Österreich (meines Wissens) gegen ein Mehrheitswahlrecht ist, kann ich daraus nur schließen, dass es euch gefällt, ein paar Scheinkämpfe gegen die angeblichen Nazis zu führen.</p>
<p>Es ist halt so wie HMB sagt: Je länger die Nazis tot sind, desto stärker wird der Widerstand  gegen sie.</p>
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